Musik und Kunst

Wichtiger Bestandteil der Arbeit von Domus Rigensis ist die Förderung von deutsch-baltischer und lettischer Kunst und Musik. Dazu gehören Ausstellungen von Malern wie Siegfried Bielenstein (1869-1949) und Uta Clement-von Rehekampff. Im Dezember 2006 wurde erstmals der Brederlo-von Sengbusch-Kunstpreis an junge lettische Künstler vergeben.

Mehr zum Brederlo-von Sengbusch-Kunstpreis 2006-2010

Mehr zum Testament von Friedrich Wilhelm Brederlo (deutsch/lettisch)

Fester Programmpunkt bei den Domus-Rigensis-Tagen sind Konzerte von zumeist lettischen Interpreten, bei denen nicht nur allseits bekannte Meister wie Mozart, Bach und Beethoven zu hören sind, sondern auch lettische und deutschbaltische Komponisten, die zu Unrecht nur wenig bekannt sind. Zumeist finden die Konzerte im Haberland-Saal des Rigaer Museums für Stadtgeschichte und Schifffahrt oder in der Musikakademie statt. Einige Höhepunkte:

2015: Konzert des Rigaer Saxophon-Quartetts mit einem gemischten Programm von Bach bis zu Spirituals und lettischen Gegenwartskomponisten.

2014: Konzert "Balticness meets Balticnoise", eine "klingende Fotostrecke" mit der Sopranistin Martina Doehring und dem Pianisten Aivars Kalejs.

2013: Das Klaviertrio OPERA (Svetlana Okuņa, Violine; Inga Sunepa, Cello; Juris Žvikovs, Klavier) interpretiert gemeinsam mit dem Bariton Kalvis Kalniņš Werke von Wagner, Jāzeps Vitols (1863-1948), Nicolai von Wilm (1834-1911) u.a.

2011: Prof. Dr. Marek Bobéth bringt die Zuhörer mit einer Soiree über den Rigaer Humoristen und Musiker Heinz Erhardt (1909-1979) zum Schmunzeln.

2010: Herta Hansen (Klavier), Laura Grecka (Mezzosopran) und Inga Sunepa (Cello) interpretieren Werke von Wagner, Sibelius, Alfrēds Kalniņš (1879-1951) u.a., zu denen die Musikhistorikerin Dr. Zane Gailīte eine Einführung gibt.

2009: Das lettische Kesselberg-Ensemble bringt Werke von Johann Gottfried Müthel (1728-1788) und dessen Zeitgenossen zu Gehör. Müthel, in Mölln geborener Bach-Schüler, ging 1753 nach Riga, wo er ab 1767 bis zu seinem Tod Organist an der St.-Petri-Kirche war.

2008: Anlässlich des lettischen Sängerfestes, das sich an die Domus-Rigensis-Tage anschließt, singt der Chor der Riga Business School lettische Volkslieder und anspruchsvolle Chorsätze nach Volksliedmotiven.

2005: Viesturs Jansons, Tenor bei der Lettischen Staatsoper, singt Schuberts „Schöne Müllerin“.

2004: Terēze Zīberte (Violine) und Klaus Zelm (Klavier) spielen Werke von Beethoven, Prokofjew, Jāzeps Vītols (1863-1948), der als Begründer der lettischen Nationalmusik gilt, und Jānis Ķepītis (1908-1989).

2003: Das Terzetto Hamburg spielt Werke von Dvorak und Beethoven.

2001: Im Weißen Saal des Schlosses Ruhental gibt Prof. Dr. Marek Bobéth mit lettischen Musikern, darunter der Violinistin Baiba Skride, vor über 300 Zuhörern ein festliches Konzert u. a. mit Werken von Mozart, Bach, Paganini, August Heinrich v. Weyrauch (1788-1865), Alexander Maria Schnabel (1889-1969) und Hans Schmidt (1889-1923).

Foto: Ausstellung im Schwarzhäupterhaus, 2007 (am); M. Bobéth am Klavier (2011) (dvh)